DVB-T: Das Digitale Antennenfernsehen.
Zur Entstehung
von digitalem Antennenfernsehen.
1993 bildeten zwölf
europäische Länder eine Plattform für die Entwicklung
von Systemen für
digitales Fernsehen über Satellit, Kabel und Antenne. Zugleich
begannen beinahe alle
überregionalen deutschen Sender parallel zur analogen mit der
digitalen Ausstrahlung ihrer
Programme über Satellit.
Das digitale Antennenfernsehen wurde in Österreich ab Herbst
2006 eingeführt und soll bis Ende
2008 90 Prozent (bis Ende 2010 95 Prozent) der Haushalte in Österreich
abdecken. In einem
ersten Schritt werden die Ballungsräume, also die Landeshauptstädte
und ihre Umgebung,
abgedeckt. Eingeführt wird DVB-T in Österreich aufgrund
einer Vorgabe der Europäischen Union,
die in ganz Europa bis 2012 den analogen TV-Empfang ersetzen will.
Mit der Einführung des digitalen Antennenfernsehens erfolgt
nach der Etablierung des
Farbfernsehens (in den 1960er Jahren) und der Übertragung via
Kabel und Satellit (in den 1980er Jahren) der nächste Schritt
in der Geschichte des Fernsehens.
In Österreich wurde DVB-T bereits in Feldversuchen im steirischen
Ennstal, in Graz und im Raum
Bregenz erprobt. Von Juni bis August 2004 konnten 150 Grazer Haushalte
digitales terrestrisches
Fernsehen und interaktive Dienste testweise nutzen.
Viele europäische Länder betreiben bereits DVB-T Netze.
Dazu gehören u.a. Großbritannien,
Deutschland, Finnland, Italien, die Niederlande, Schweden, Teile
der Schweiz und Spanien. In
Planung ist DVB-T derzeit in Bosnien-Herzegowina, Dänemark,
Estland, Irland, Lettland, Litauen,
Kroatien, Malta, Mazedonien, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien,
Slowakei, Slowenien,
Tschechien und Ungarn.
Die ORS – Österreichische Rundfunk Sender GmbH &
CoKG
Die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS) wird
die Sendeinfrastruktur für DVB-T bauen und betreiben. Die ORS
entstand Anfang 2005 aus der Sendetechnik des ORF. Als
österreichisches Serviceunternehmen für analoge und digitale
Rundfunkübertragung betreibt die
ORS für ihre Kunden mit rund 100 Mitarbeitern ein weitläufiges
Sendernetz an knapp 500
Standorten. Die ORS ist als technisches Dienstleistungsunternehmen
auch im Bereich digitales
Satellitenfernsehen sowie international tätig.
GRUNDSÄTZLICHES
1. Was ist DVB-T?
DVB-T (Digital Video Broadcasting
Terrestrial) ist das digitale Antennenfernsehen. Ab 26. Oktober
2006 wird auch in Österreich diese neue, europaweit einheitliche
TV-Übertragungstechnik in digitaler Form eingeführt. Damit
beginnt für alle, die mit einer Zimmer- oder Dachantenne die
Programme ORF1, ORF2 und ATV empfangen, die digitale Fernsehzukunft.
2. Welche Vorteile bietet DVB-T?
Das digitale Antennenfernsehen bietet
bei jedem Wetter sicheren Empfang und kann selbst größte
Datenmengen ohne jeglichen Qualitätsverlust übermitteln.
Kurz: Mehr Qualität, mehr
Unabhängigkeit und mehr Information.
• Mehr Qualität: gestochen scharfe Bilder und kristallklarer
Ton bei wetterunabhängigem,
störungsfreiem Empfang.
• Mehr Unabhängigkeit: Das digitale Antennenfernsehen
kann auch in unterschiedlichen
Räumen oder sogar auf der Terrasse und im Garten empfangen
werden. Der Laptop wird
zum TV-Gerät. Künftig wird der Empfang von digitalem terrestrischem
Fernsehen auch
unterwegs, etwa im Auto, möglich sein.
• Mehr Information: DVB-T bietet den Konsumenten über
die Multimedia Home Plattform
(mhp) multimediale Zusatzdienste wie einen elektronischen Programmführer
mit speziellen
Informationsdiensten.
3. Wie wird DVB-T übertragen?
Digitales Fernsehen kann auf verschiedene
Arten übertragen werden:
• Terrestrisch über eine Antenne (DVB-T)
• Über eine Satellitenverbindung (DVB-S)
• Über eine Kabelverbindung (DVB-C)
• In naher Zukunft soll auch Fernsehen auf mobilen Endgeräten
wie
Handys oder PDAs möglich sein (DVB-H).
4. Welche DVB-T Empfangsmöglichkeiten
gibt es?
In der Praxis gibt es drei verschiedene
Empfangsmöglichkeiten:
• Empfang mit Zimmerantenne
• Empfang mit Außenantenne
• Empfang mit Dachantenne
5. Wer ist von der Umstellung
auf DVB-T betroffen?
Von der Umstellung von analogem auf
das digitale Antennenfernsehen sind grundsätzlich alle
Zuseher betroffen, die bisher die österreichischen Programme
ORF1, ORF2 und ATV analog, d.h. über eine Dach- oder Zimmerantenne,
empfangen haben. Ebenso jene Konsumenten, die über analogen
Satellit fernsehen. Sie müssen auf eine digitale Übertragung
umsteigen, um weiterhin die österreichischen Programme sehen
zu können.
Interessant ist DVB-T auch für Haushalte mit Zweit- oder Drittgeräten
und Notebooks sowie für
Unternehmen oder Bildungsinstitutionen, die TV-Geräte benutzen.
6. Wer und was ist davon nicht
betroffen?
Die Umstellung auf DVB-T betrifft
nicht die Seher von Kabel-TV. Sie müssen keine Maßnahmen
ergreifen. Allerdings machen multimediale Zusatzdienste das digitale
Antennenfernsehen auch für Kabel-TV-Nutzer interessant.
Ebenfalls nicht betroffen ist die Nutzung der österreichischen
Radioprogramme, die nicht über
DVB-T ausgestrahlt werden. Auch Besitzer von digitalen Sat-Anlagen
müssen nicht auf DVB-T umrüsten, wenn ihr Gerät an
eine Set-Top-Box für ORF Digital angeschlossen ist.
PROGRAMMANGEBOTE
7. Welche Angebote umfasst DVB-T?
Das Programmangebot wird vorerst
ORF1, ORF2 und ATV umfassen und ab 2007 um zusätzliche
TV-Programme erweitert werden. Zur Zeit stehen für eine Programmerweiterung
noch zu wenig
Frequenzen zur Verfügung. Nach der Umstellung werden Frequenzen
frei, in die weitere TVProgramme eingespeist werden können.
8. Welche digitalen Zusatzdienste
werden angeboten?
Die österreichischen Rundfunkanbieter
ORF und ATV werden schon zum Start multimediale
Zusatzdienste anbieten, die auf dem mhp-Standard basieren: mhp MulitText.
Mit leicht und einfach zu lesenden Schriften und integrierten Bildern
auf modernen Design-
Hintergründen wird der erfolgreiche Teletext zu einer „Illustrierten
für den TV-Bildschirm“
weiterentwickelt. Ein besonderes Highlight dieser Technologie: Während
man in der „Bildschirm-
Illustrierten“ blättert, kann man parallel dazu das TV-Bild
verfolgen (in verkleinertem Maßstab).
Zusätzlich wird auch ein auf mhp-basierender elektronischer
Programmführer eingeführt, der
anbieterübergreifend aufgebaut wird.
9. Warum geht das nur bei das
digitale Antennenfernsehen?
Beim analogen Fernsehen wird pro
Kanal ein Programm übertragen. Fremdsignale machen sich
schon bei kleinen Amplituden störend bemerkbar. Daraus resultierende
„Überlagerungen“
erscheinen als „Geisterbilder“. Mit DVB-T lässt
sich die Übertragungskapazität eines Fernsehkanals weit
besser nutzen als mit Analogsignalen. Mehrere TV-Programme (bis
zu 4 TV-Programme pro Kanal) können gebündelt in einem
Datenstrom (= Multiplex) übertragen werden. Teile dieser Übertragungskapazität
können auch für elektronische Mehrwertdienste genutzt
werden.
UMSTELLUNG
10. Wie lange dauert die Umstellung
in Österreich?
Das digitale Antennenfernsehen wird
in Österreich ab 26. Oktober 2006 eingeführt und soll
bis
Ende 2008 90 Prozent (bis Ende 2010 95 Prozent) der Haushalte in
Österreich abdecken. In
einem ersten Schritt wird DVB-T in den Ballungsräumen, also
in den Landeshauptstädte und
Umgebung, zu empfangen sein.
11. Was ist die Simulcast-Phase?
Am 26. Oktober 2006 beginnt die mehrmonatige
sogenannte Simulcast-Phase, eine mehrmonatige Parallelphase. Während
dieses Zeitraums können ORF1, ORF2 und ATV sowohl analog als
auch digital empfangen werden. Mit 26. Oktober 2006 ist also eine
Umstellung auf Digitales Antennenfernsehen nicht zwingend notwendig.
Zu beachten ist allerdings, dass multimediale Zusatzdienste nur
bei Umstellung auf DVB-T genutzt werden können.
In dieser Phase wird der digitale Datenstrom über einen so
genannten Simulcast-Kanal gesendet, der analoge Empfang bleibt unverändert.
Mit Ende der Simulcast-Phase wird die analoge Sendefrequenz abgeschaltet.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt muss jeder, der in dem
Versorgungsgebiet der betroffenen Sendeanlage wohnt und die drei
österreichischen
Fernsehprogramme weiterhin terrestrisch empfangen will, auf DVB-T
umstellen. Danach muss der Sendersuchlauf aktiviert werden, um den
endgültigen digitalen Kanal einzustellen. Die Stichtage der
Umstellung für die einzelnen Regionen finden Sie rechtzeitig
auf www.dvb-t.at.
12. Was braucht man für die
Umstellung?
Für die Nutzung von DVB-T benötigt
der Zuseher entweder ein TV-Gerät mit integriertem
Empfänger (IDTV-Geräte) oder eine DVB-T Box.
Diese DVB-T Box wird einfach an das Fernsehgerät oder an die
herkömmliche Antenne angeschlossen. Die DVB-T Box wandelt das
digitale Signal in Bild und Ton um. Die DVB-T Box wird rechtzeitig
zur Umstellung (ab Oktober 2006) im Handel und Fachhandel erhältlich
sein. Ein eigenes DVB-T Prüfzeichen (vergeben durch den TÜV
Österreich) wird den Konsumenten Orientierung in der Produktvielfalt
geben.
DVB-T BOX
13. Welche Arten von DVB-T Boxen
gibt es?
Für die DVB-T Boxen gibt es
je nach Leistungsanforderung drei Spezifikationen. Sie enthalten
Mindestanforderungen, die den Empfang von DVB-T in Österreich
gewährleisten.
• Interactive Profile
Das kompletteste unter den drei Profilen. Es definiert die Anforderungen
zur Nutzung
von digitalem Antennenfernsehen inklusive voller Unterstützung
von multimedialen
Zusatzdiensten. Dazu gehören volle Dolby Digital Unterstützung
für Mehrkanalton, ein
interaktiver Rückkanal und ein Smart Card Reader für gesicherte
bzw. authentisierte
Anwendungen.
• Enhanced Profile
Dieses Profil unterstützt multimediale Zusatzdienste sowie
den Empfang des digitalen
Antennenfernsehens und ist somit ebenfalls mhp-tauglich.
• Zapping Profile
Dieses Profil unterstützt ausschließlich den Empfang
des digitalen Antennenfernsehens in
Österreich, jedoch nicht die Nutzung von digitalen Zusatzdiensten,
die auf mhp basieren.
Auf der Basis dieser Spezifikationen werden auch die DVB-T Prüfzeichen
vom TÜV Österreich
vergeben, die den Konsumenten zur Orientierung beim Kauf von DVB-T
Boxen dienen sollen.
Der Erwerb einer mhp-geeigneten DVB-T Box (das sind solche mit Interactive
und Enhanced
Profilen) wird für schnell entschlossene Umsteiger („Frühumsteiger“)
und einkommensschwache
Haushalte durch einen Förderbeitrag unterstützt.
14. Muss immer eine DVB-T Box
angeschafft werden?
Bei IDTV (Integrated Digital TV)-Fernsehgeräten
ist ein DVB-T Receiver bereits integriert. Es ist
also keine DVB-T Box und kein Antennenwechsel notwendig. Der Anschluss
an die Antenne
erfolgt wie bei einem „normalen“ TV-Gerät. Gleiches
gilt für tragbare TV-Geräte bzw. für Laptops, die
einen DVB-T Receiver integriert haben. Sollte das nicht der Fall
sein, müssen DVB-T Boxen angeschafft werden.Im
Falle von tragbaren TV-Geräten mit integriertem DVB-T Tuner
sind auch keine weiteren Antennen notwendig, da diese bei solchen
modernen Geräten meist auch schon integriert sind. Ansonsten
würden kleine Stabantennen genügen.
Im Falle von Laptops bietet der Handel bereits DVB-T Empfänger
in der Größe von USB-Sticks mit USB-Anschluss an. Dabei
ist darauf zu achten, dass auch die entsprechende Software zur
Installation und Erkennung eines solchen DVB-T fähigen USB-Sticks
mitgeliefert wird und
entsprechend Speicherplatz und Prozessorgeschwindigkeit auf dem
Gerät vorhanden ist.
15. Wann brauche ich mehrere
DVB-T Boxen?
Grundsätzlich kann eine DVB-T
Box jeweils nur für ein Fernsehgerät eingesetzt werden.
Werden
mehrere TV-Geräte gleichzeitig genutzt, sollte der Konsument
für jedes Gerät eine DVB-T Box
anschaffen. Ähnliches gilt für DVD-Player. Prinzipiell
können Zuseher wie bisher mit ihrem DVDPlayer Filme aufnehmen
oder ansehen. Wenn man gleichzeitig eine Sendung oder einen Film
aufnehmen und ein anderes TV-Programm ansehen möchte, ist eine
zusätzliche DVB-T Box für den DVD-Player erforderlich.
16. Was ist das DVB-T Prüfzeichen?

Das DVB-T Prüfzeichen wird vom
TÜV Österreich verliehen. Der TÜV prüft, ob
die DVB-T Box den Anforderungen in den Boxen-Spezifikationen und
sonstigen, allgemein gültigen Normen entspricht. Der Kunde
kann beim Kauf einer zertifizierten DVB-T Box daher auf garantierte
Qualität vertrauen. Für DVB-T Boxen, die das erwähnte
TÜV-Prüfzeichen nicht besitzen, (weil sie z.B. im Ausland
gekauft wurden) übernimmt die ORS keine Garantie.
Voraussetzung für eine Zertifizierung ist der Abschluss eines
Rahmenvertrages mit der Digitales
Fernsehen Förder GmbH. Der Hersteller/Importeur/Händler
schickt dann drei Testgeräte zur
Prüfung an den TÜV mit der Angabe, welches Profil getestet
werden soll. Nach dem Test
übermittelt der TÜV seinen Prüfbericht an die Digitales
Fernsehen Förder GmbH. Diese erstellt das Qualitätszertifikat.
INSTALLATION & PROGRAMMIERUNG
17. Welche Installationen sind
für DVB-T notwendig?
Je nachdem, wie die Konsumenten das
digitale Antennenfernsehen nutzen wollen, sind
unterschiedliche Installationen notwendig:
• Wird DVB-T immer an einem Ort verwendet (etwa im Wohnzimmer),
dann wird die DVB-T
Box mit einer Außenantenne verbunden und an das Stromnetz
(230 V) angeschlossen.
• Wird DVB-T an verschiedenen Orten genutzt (etwa in verschiedenen
Wohnräumen, auf der
Terrasse oder im Garten), dann wird die DVB-T Box an eine integrierte
oder extern
angeordnete Antenne angeschlossen. Die Stromversorgung erfolgt dabei
entweder über
Netzanschluss (230 V) oder mit Batterien.
18. Wie erfolgt die Programmierung?
Die Programmierung ist sehr einfach.
Sie starten nach Anschluss der Geräte den automatischen
Suchlauf. Wenn die DVB-T Box den Kanal gefunden hat, wird er automatisch
gespeichert.
Im ersten Schritt wird ein Multiplex mit den drei Programmen ORF1,
ORF2 und ATV angeboten.
Wenn Sie an einem Standort Signale von zwei Sendeanlagen empfangen
können, dann
entscheiden Sie sich einfach für das stärkere Signal mit
dem besseren Bild und dem besseren
Ton.
ANTENNEN: ARTEN, MONTAGE,
EINSTELLUNGEN
19. Welche Antennen eignen sich?
Zunächst gilt es abzuklären,
ob es sich bei einem Standort überhaupt um ein Versorgungsgebiet
von DVB-T handelt. Grundsätzlich gilt: Je stärker das
Empfangssignal, desto kleiner der
Antennenaufwand. Die Wahl der Antenne richtet sich folglich nach
dem Abstand zum Sender und dessen Sendeleistung. Erheblichen Einfluss
auf die Stärke des Empfangssignals haben aber auch Topografie,
Bebauung und Bewuchs in der Empfangsumgebung sowie die Höhe
der Sende- und Empfangsantenne. Die ORS wird rechtzeitig zum Start
von DVB-T eine Internet-Applikation frei schalten, auf der nach
Eingabe des Standortes (Postleitzahl) sowohl die Art der optimalen
Antenne sowie deren (geografische) Ausrichtung angegeben werden
wird.
Unterschiedliche Versorgungsgebiete machen unterschiedliche Antennentypen
notwendig. So gibt es aktive und passive Zimmerantennen, Außen-
und Dachantennen. Letztere unterscheiden wir wieder in Unterdach-
und Außenmontage. Die für den analogen Empfang installierten
Dachantennen werden auch weiterhin funktionieren.
20. Was ist der Unterschied zwischen
aktiven und passiven Zimmerantennen?
Der Unterschied zwischen aktiven
und passiven Zimmerantennen liegt in der Art der
Stromversorgung. Passive Antennen nennt man die bereits bestehenden
und genutzten Antennen („Libellen“). Aktive Zimmerantennen
haben einen Verstärker inkludiert und der braucht Strom. Es
gibt sowohl aktive Zimmerantennen mit einem eigenen Netzteil (empfehlenswert!)
als auch solche, die über die DVB-T Box gespeist werden. Dabei
gilt es darauf Rücksicht zu nehmen, dass die angeschaffte DVB-T
Box diese Anforderung auch erfüllt, denn nicht jede DVB-T Box
liefert Energie nach außen für die Stromversorgung einer
Zimmerantenne.
Zimmerantennen (in Form von kompakten Stabantennen) sind für
DVB-T durchaus von Vorteil. Im Gegensatz zum analogen Empfang mit
Zimmerantennen gibt es bei DVB-T keine Störungen durch vorbeifahrende
Autos und Witterungseinflüsse.Bei
der Nutzung von Zimmerantennen ist die Positionierung der Antenne
im Raum von erheblicher Bedeutung für die Empfangsqualität.
Optimieren Sie daher nach der Inbetriebnahme des DVB-T Empfängers
den Aufstellungsort der Antenne. Nutzen Sie dazu – nach erfolgtem
Sendersuchlauf – die Pegel- und Qualitätsanzeige des
Empfängers. Variieren Sie die Position und Ausrichtung der
Zimmerantenne im Sinne eines maximalen Pegelstandes.
Worauf ist beim Empfang mit Außenantennen zu achten?
Kleine, wetterfeste Außenantennen können beispielsweise
auf dem Balkon, vor dem Fenster an
der Außenwand, am Giebel oder auf der Garage montiert werden.
Die Antenne sollte möglichst
auf der Seite des Gebäudes montiert werden, die dem Sender
zugewandt ist.
Die Zuleitungskabel (zwischen Antenne und Empfänger) sollten
doppelt geschirmt sein. Bei der
Verlegung der Kabel sollten Biegeradien unbedingt eingehalten werden.
Abgeknickte oder
gequetschte Kabel verschlechtern das Signal.
21. Worauf ist bei der Montage
von Dachantennen zu achten?
Richtantennen müssen auf den
jeweiligen DVB-T Senderstandort ausgerichtet und für den DVB-T
Kanal geeignet sein. Bei Hausverteilanlagen (Gemeinschaftsanlagen)
ist auch darauf zu achten, dass das Verteilsystem (Verstärker,
Kabel, Antennensteckdosen, Weichen etc.) für den jeweiligen
DVB-T Kanal geeignet ist.
22. Welche Störungen können
beim DVB-T Empfang auftreten?
Das DVB-T Signal ist nach der Inbetriebnahme
in aller Regel stabil. Aufgrund wechselnder
Wetterbedingungen und den daraus resultierenden Veränderungen
bei der Signalausbreitung
kann es allerdings am Empfangsort zu Schwankungen im Signalpegel
kommen. Planen Sie daher bezüglich des Signalpegels eine Reserve
ein.
Anders als beim analogen Empfang,
bei dem sich atmosphärische Veränderungen bei der
Signalausbreitung in zunehmendem Rauschen oder stärkeren Geisterbildern
ausdrücken, ist der
DVB-T Empfang sogar bei schwachen Signalen noch perfekt. Er bricht
aber bei auch nur geringer Unterschreitung des Signalpegels völlig
ab. Der sehr schmale Bereich zwischen diesen Zuständen ist
von Klötzchenbildung, Tonausfällen, Standbildern gekennzeichnet.
Ist ein Anschluss davon betroffen, so liegt sein Empfang im Grenzbereich
und es ist empfehlenswert, die Position der Antenne zu optimieren.
23. Wird DVB-T auf VHF und UHF
übertragen?
Die Frage der Tauglichkeit für
VHF und UHF ist in Österreich nicht von Belang, da DVB-T nur
im
UHF-Bereich ausgestrahlt wird.
24. Wie werden Antennen aufgestellt
und montiert?
Die Aufstellung und Montage der Antennen
ist denkbar einfach. Sie positionieren das TV-Gerät
und allenfalls auch die DVB-T Box (wenn es sich um kein IDTV-Gerät
handelt), schließen die
Antenne an und starten den automatischen Programmsuchlauf (siehe
oben).
25. Wie erfolgt die Kanaleinstellung
in der Simulcast-Phase?
In der Simulcast-Phase (ab 26. Oktober
2006) wird der digitale Datenstrom über einen so
genannten Simulcast-Kanal gesendet, der analoge Empfang bleibt unverändert.
Mit Ende der
Simulcast-Phase wird dann die analoge Sendefrequenz abgeschaltet.
Spätestens zu diesem
Zeitpunkt ist eine Umstellung auf DVB-T notwendig, wenn Sie weiterhin
die drei österreichischen
Fernsehprogramme auf terrestrischem Weg nutzen wollen.
Haben Sie bereits mit dem Start von DVB-T auf das digitale Antennenfernsehen
umgeschaltet (und sich damit als „Frühumsteiger“
die Förderung für die Anschaffung einer DVB-T Box gesichert),
muss ab März 2007 nochmals umgestellt werden. Dann wird nämlich
der digitale
Datenstrom von dem zwischenzeitlichen (Simulcast)-Kanal wieder auf
einen anderen Kanal (der
früher für den analogen Empfang genutzt worden war) verschoben.
Deshalb ist ein neuerlicher
Sendersuchlauf notwendig. Im
Rahmen der Simulcast-Ausstrahlung ist nicht auszuschließen,
dass es in bestimmten Regionen (abhängig von der Senderleistung)
zu Empfangsproblemen auf dem Simulcast-Kanal kommt. In diesem Fall
ist von zwischenzeitlichen Investitionen (etwa im Bereich der Antennen)
abzuraten, da die Programme mit der Rückverschiebung des digitalen
Datenstroms auf einen ehemaligen „Analog-Kanal“ nach
Ende der Simulcast-Phase jedenfalls wieder nutzbar sein sollten.
In den Ballungsräumen wird die Nutzung von DVB-T mittels Zimmerantennen
durch zusätzliche Sender gewährleistet sein.
26. Wie ist mit Gemeinschaftsanlagen
umzugehen?
Gemeinschaftsanlagen sind in der
gleichen Weise zu adaptieren. Dies ist in erster Linie Aufgabe
der Hausverwaltungen bzw. des betreuenden Fachhandels und der Kommunikationselektroniker.
Die sogenannten „Kopfstationen“ müssen dabei auf
DVB-T umgestellt werden, außer der Empfang erfolgt schon jetzt
über den digitalen Satellit. Zu beachten ist – so wie
bei den individuellen Formen des Antennen-Empfangs – die Bauart
der Antenne und allfällig integrierter Verstärker. Da
sich Gemeinschaftsanlagen im allgemeinen im Aufbau sehr voneinander
unterscheiden, weil sie an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst
sind, können diesbezügliche Probleme nur von Fall zu Fall
gelöst werden.

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